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Homöopathie ist mehr als Placebo

Homöopathie und der Placebo-Effekt

Für wissenschaftlich denkende Menschen ist es unvorstellbar, dass homöopathische Arzneimittel, die wenige oder keine Moleküle des ursprünglichen Wirkstoffes enthalten, Wirkungen haben. Sie glauben deshalb, dass die nachweisbaren Wirkungen der Homöopathie „Placebo-Wirkungen“ seien.
Das ist unwissenschaftlich. Die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel wurde in klinischen Studien mit den gleichen Methoden untersucht, wie schulmedizinische Medikamente geprüft werden. Studien vergleichen die Homöopathie-Wirkung mit Placebo. Eindeutiges Ergebnis: Homöopathie ist mehr als Placebo!

Experimente

Die Grundlagenforschung ist ein wichtiges Argument gegen den Placeboeffekt. Tiere, Pflanzen, Zellen, Enzyme und physikalische Messungen glauben an kein Placebo. Im Reagenzglas gibt es keinen Placeboeffekt!

Es gibt 2.400 homöopathische Experimente. Bis zu 90% dieser Forschungsarbeiten weisen Homöopathie-Wirkungen im Vergleich zu unbehandelten Kontrollgruppen nach. Diese Experimente beweisen die biologischen, biochemischen, immunologischen und physikalischen Wirkungen der Homöopathie.

Neugeborene

Die Wiener Kinderärztin und Spezialistin für Kinder mit Downsyndrom Dr. Bettina Baltacis hat ihre homöopathischen Erfahrungen in der Fachliteratur veröffentlicht: Neugeborene und Frühgeborene sprechen gut auf Homöopathie an. Das ist kein Placeboeffekt: Frühchen im Brutkasten wissen nicht, dass sie ein homöopathisches Mittel bekommen, das sie heilt. Wenn Babys mit Homöopathie geheilt werden, ist das eine Heilwirkung und kein Placeboeffekt!

Intensivstation

Professor Michael Frass hat 2005 am Wiener Allgemeinen Krankenhaus zwei Homöopathie-Studien durchgeführt. 70 kritisch kranke Sepsis-Patienten, die in einer ausweglosen Situation schon monatelang auf der Intensivstation lagen und 50 Lungenkranke, bei denen die künstliche Beatmung wegen Schleim in der Luftröhre nicht entfernt werden konnte, erhielten homöopathische Mittel zusätzlich zur schulmedizinischen Therapie.

Beide hochwertige Studien zeigen, dass Homöopathie auch bei schwersten Erkrankungen hilft. Die homöopathisch Behandelten konnten die Intensivstation früher verlassen und der Beatmungsschlauch konnte rascher entfernt werden als bei Kranken, die Placebo erhielten. Damit wurde der Placeboeffekt ausgeschlossen!

Die Grundlagenforschung zeigt - Tiere, Pflanzen, Zellen, Enzyme und physikalische Messungen glauben nicht an Placebo.

Die Grundlagenforschung bestätigt – Tiere, Pflanzen, Zellen, Enzyme und physikalische Messungen glauben nicht an Placebo.

Homöopathie wirkt

Der Experte für evidenzbasierte Medizin Professor Harald Walach hat 2018 ein starkes Argument gegen den Placeboeffekt veröffentlicht: Kranke reagieren nicht auf jedes homöopathische Mittel. Nur das richtige Mittel heilt!

In schwierigen Fällen werden häufig mehrere homöopathische Arzneimittel erfolglos verordnet, bis der Arzt das passende Mittel findet. Dabei lässt die Erwartungshaltung nach. Der Placeboeffekt wird von Arztbesuch zu Arztbesuch immer schwächer. Wenn nach dem vierten oder fünften Arztbesuch das richtige homöopathische Mittel eine Heilung bewirkt, spricht das gegen den Placeboeffekt.

Nebenwirkungen

Der Arzt Dr. Friedrich Dellmour berichtet: „Ich habe zwei homöopathische Nebenwirkungen nach einer einzigen Einnahme von Sulfur D200 erlebt. Schlafstörungen, wodurch ich ein Jahr lang keine Nacht mehr durchschlafen konnte. Und eine massive Verschlimmerung der Neurodermitis bei meinem Neffen, sodass die Eltern mit dem Baby das Krankenhaus aufsuchen mussten.“

Nebenwirkungen der Homöopathie sind keine Placeboeffekte!

Unverstandener Placeboeffekt

Die Deutsche Bundesärztekammer hat 2011 zugegeben, dass der Placeboeffekt nicht erklärt werden kann. Man glaubte früher, der Placeboeffekt sei „stark“ und man könne mit Placebos 35% der Patienten behandeln, bei manchen Erkrankungen sogar bis zu 100%. Neue Studien widerlegen diese Ansicht: Die internationalen Studienexperten Asbjørn Hróbjartsson und Peter C. Gøtzsche zeigten 2001, dass die Wirksamkeit von Placebos und Nichtbehandlung kaum unterscheidbar ist. Das weltgrößte Studienzentrum Cochrane Collaboration bestätigte das Ergebnis 2010: Es gibt nur wenige Bereiche, wo Placebo eventuell einen Nutzen hat, z.B. in der Schmerztherapie.

Das ist für die Placebofrage entscheidend: Placebos wirken am ehesten bei akuten Störungen. Das bedeutet: Homöopathische Heilungen chronischer Krankheiten können nicht als Placeboeffekte erklärt werden!

Zusammenfassung

Die Wissenschaft versteht den Placeboeffekt nicht. „Den“ Placeboeffekt gibt es nicht. Jeder Patient reagiert anders auf Placebo. Daher ist der Placeboeffekt nichts Eindeutiges. Der Placeboeffekt ist keine fixe Größe, die man in Studien rechnerisch von der Gesamtwirkung abziehen darf, um die Wirkung des Wirkstoffes zu erkennen. Die Placeboeffekte verschiedener Studien sind nicht vergleichbar.

Aufgrund dieser Unsicherheiten kann das Placebo-Argument nicht über die Wirksamkeit oder den Wirkmechanismus der Homöopathie entscheiden.

2 Kommentare

  1. Acaris Anna sagt:

    Homöopathie kann ich mir aus meinem Leben nicht wegdenken. Mein erster
    Gedanke bei Gesundheitsproblemen gilt der Homöopathie . Wenn ich verreise würde ich nie ohne Grundausstattung im Koffer das Haus verlassen.
    Nicht, dass ich die Schulmedizin gänzlich ablehne, nur mein grosses Vertrauen gilt der Homöopathie.

  2. Elke sagt:

    ” Wenn nach dem vierten oder fünften Arztbesuch das richtige homöopathische Mittel eine Heilung bewirkt, spricht das gegen den Placeboeffekt.”

    Wenn ich mit einem Schnupfen alle zwei Tage zum Arzt gehe und mir ein Globuli abhole und nach 5 Arztbesuchen ist der Schnupfen weg dann mag das kein Placeboeffekt sein – aber vielleicht ein Effekt der natürlichen Selbstheilungskräfte…..

    Viele Erkrankungen heilen oder bessern sich zumindest im Lauf der Zeit von alleine – und wenn man obendrein noch jemanden hat (den Homöopathen) bei dem man sich währenddessen ausquatschen kann (homöopathische “Anamnese”) dann geht diese Zeit gefühlt wohl auch schneller vorbei. “Geteiltes Leid ist halbes Leid” weiß ja schon der Volksmund.

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