Die Selbstheilungskraft und ihre Bedeutung für die Medizin

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Die Selbstheilungskraft und ihre Bedeutung für die Medizin

Homöopathische Selbstheilung

Schon bei der Entdeckung der Homöopathie war bekannt, dass Menschen auf unendlich viele Reize unterschiedlich reagieren. Hahnemann listete 1805 mehr als 120 physikalische, chemische, ernährungsmäßige, soziale, psychische, krankhafte und klimatische Einflüsse auf, die auf uns einwirken und auf die jeder anders reagiert. Kranke sind besonders empfindlich auf Reize, was für die Medizin von großer Bedeutung ist.

Reiz und Regulation

Das Regulationssystem des Körpers reagiert individuell auf krankmachende und heilende Reize. Das ist der Grund, warum die meisten Krankheiten individuell unterschiedlich sind und Kranke auf Medikamente unterschiedlich reagieren. Die Homöopathie nutzt dieses individuelle Regulationsverhalten der Kranken. Denn homöopathische Arzneimittel sind therapeutische Reize, die ähnliche Wirkungen (Symptome) wie der individuelle regulatorische Zustand (Krankheit) haben. Dieser Reiz regt die Selbstheilung an.

Die Selbstheilung

Selbstheilung ist die natürliche Fähigkeit des Organismus, auf störende oder heilende Einflüsse durch autonome Regulation (Selbstregulation) zu reagieren. Auf diese Weise erhält eine große Vielfalt an Regulationsprozessen das Gleichgewicht aller Lebensfunktionen und damit die Gesundheit. Die therapeutische Anregung dieser „Autoregulation“ unterstützt die Heilung bei Krankheiten.

Die Autoregulation

Professor Dieter Melchart hat 1993 an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München die „Naturheilverfahren“ systematisch untersucht. Seiner Forschergruppe gelang eine wissenschaftliche Sensation: Sie entdeckten einen gemeinsamen „Wirkmechanismus“ aller Naturheilverfahren. „Natürliche“ Therapiemethoden nutzen die „natürlichen Fähigkeiten des Organismus zur Regulation, Anpassung, Regeneration und Abwehr“. Diese körpereigenen Prozesse werden als Autoregulation bezeichnet.

Das Autoregulationssystem

Die Autoregulation vernetzt die körperlichen, vegetativen, immunologischen, emotionalen und mentalen Ebenen des Menschen zu einem funktionellen „Autoregulationssystem“. Die Regulation erfolgt im autonomen (vegetativen) Nervensystem, Zentralnervensystem (Gehirn, Rückenmark) und Bindegewebe durch chemische und physikalische Prozesse. Im Autoregulationssystem sind alle Zellen, Gewebe, Organe, Gehirn, Körper und Psyche miteinander verbunden. Erst 20 Jahre später wurde in der Schulmedizin das PNEI System (Psycho-Neuro-Endokrino-Immun System) zur Erklärung der ganzheitlichen Zusammenhänge eingeführt.

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