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Homöopathie für den Mann

Nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern kann es im Laufe des Lebens zu verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden kommen. Die meisten tauchen dabei in späteren Lebensphasen auf und sind unter anderem auf ungesunde Ernährung, wenig Bewegung und Stress zurückzuführen. Homöopathie kann für Abhilfe sorgen und die Regeneration beschleunigen. Im Folgenden Artikel haben wir die häufigsten Männerbeschwerden zusammengetragen und dazu passende homöopathische Arzneien angeführt.

Homöopathie bei Impotenz

Eine Errektionsstörung kann – unabhängig vom Alter – bei jedem Mann vorkommen. Bemerkbar macht sich diese durch eine nicht zufriedenstellende Erektionsfähigkeit. Der Geschlechtsverkehr wird dadurch maßgeblich beeinträchtigt oder unmöglich. Die Ursachen sind manigfaltig. Meist ist Fettleibigkeit, erhöhter Alkohol- und Tabakkonsum oder Stress verantwortlich. Caladium seguinum (Dieffenbachia) hilft etwa, wenn der Mann sexuelles Verlangen verspürt, der Penis aber trotzdem schlaff oder der Samenerguss ausbleibt. Bei letzterem wird auch Natrium muriaticum (Kochsalz) eingesetzt.

Caladium seguinum (Dieffenbachia)

Caladium seguinum (Dieffenbachia)

Homöopathie bei Inkontinenz

Ab dem 60. Lebensjahr ist das Risiko von unkontrolliertem Harnverlust stark erhöht. Inkontinenz kann zudem unterschiedlich schwer ausfallen – von einigen Tropfen bin hin zum kompletten Urinverlust. Viele Betroffene schämen sich und die Lebensqualität leidet beträchtlich. Doch auch hier können homöopathische Arzneimittel das Problem lindern. Geht die Inkontinenz beispielsweise mit Husten/Niesen/Lachen einher, so wird meist Causticum Hahnemanni erfolgreich eingesetzt. Bei nächtlichem Bettnässen oder häufigem, plötzlichen Harndrang helfen zudem Kreosotum (Buchenholzteer) oder Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat).

Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)

Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)

Homöopathie bei Haarausfall

Die sogenannte „Alopezie“ ist weit verbreitet und speziell für Männer eine große Belastung. Viele betrachten das Ausfallen der Haare mit großem Missmut und einer veränderten Lebensfreude. Grund dafür ist meistens das Erbgut. Veränderungen machen sich aber im Durchschnitt ab den 30ern bemerkbar. Durch homöopathische Arzneien kann man jedoch in vielen Fällen eine sichtbare Besserung erreichen. Phosphorus (Phosphor) hilft beispielsweise bei kreisrundem Haarausfall, Ekzemen und Juckreiz. Tritt der Haarausfall in Kombination mit Nierensteinen oder einer Prostatavergrößerung auf, so kann Delphinium staphisagria (Stephanskraut) helfen.

Delphinium staphisagria (Stephanskraut)

Delphinium staphisagria (Stephanskraut)

Homöopathie bei Prostatabeschwerden

Die Prostata umkleidet den oberen Teil der Harnröhre und kann sich aufgrund bakterieller Kontakte entzünden. Bleibt eine Entzündung unbehandelt, kann diese chronisch werden. Deshalb sollte man im Falle einer Prostataentzündung („Prostatitis“) schnell handeln. Homöopathische Arzneimittel wie Pulsatilla (Kuhschelle) lindern die Entzündung und verhelfen zu einem besseren Wohlbefinden. Wird die Prostatitis durch Kälte (z. B. sitzen auf einem kalten Stein) ausgelöst, kann dieses Mittel indiziert sein.  In höherem Alter kann es zu einer Prostatahyperplasie kommen. Einer vergrößerten Prostata kann hingegen Digitalis (roter Fingerhut) oder Conium (gefleckter Schierling) entgegenwirken.

Digitalis (roter Fingerhut)

Digitalis (roter Fingerhut)

Homöopathie bei Gicht

Spielt sich Gicht anfangs noch unbemerkt im Körper ab, trifft es Betroffene mit plötzlichen Gelenksbeschwerden. Gehen die schmerzhaften Gelenke zusätzlich mit erhöhten Leber- und Cholesterinwerten einher, kann zum Beispiel auf Adlumia fungosa zurückgegriffen werden. Bei akuten Gichtanfällen (wie etwa nach dem Schlafen) verschaffen kalte Umschläge und Apis mellifica Abhilfe. Perilla ocymoides (koreanische Perilla) hilft hingegen bei wiederkehrenden Gichtanfällen, die auf einen erhöhten Harnsäurespiegel zurückzuführen sind. Wichtig ist dabei, zusätzlich auf eine richtige Ernährung zu achten.

Perilla ocymoides (koreanische Perilla)

Perilla ocymoides (koreanische Perilla)

Homöopathische Arzneimittel helfen in beinahe jeder Lebenslage, Beschwerden zu lindern. Tritt bei den Beschwerden jedoch keine Besserung oder sogar eine Verschlechterung auf, muss man unbedingt einen Arzt mit Zusatzausbildung Homöopathie aufsuchen. Mit der Arztsuche der ÖGHM und der ÄKH findet man ganz leicht einen Arzt mit der Zusatzausbildung Homöopathie in der Nähe.

 

 

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