Behandlung beim Homöopathen – Wie verläuft eine Anamnese?

Rechtliche Unterschiede in der Humanhomöopathie
Rechtliche Unterschiede bei der Ausübung von Humanhomöopathie in Österreich, Deutschland und der Schweiz
17. Mai 2018
Gewissen Kosten übernimmt die Krankenkasse im Falle einer homöopathischen Behandlung.
Homöopathie in Österreich – wann übernehmen Krankenkassen die Kosten?
26. Mai 2018

Behandlung beim Homöopathen – Wie verläuft eine Anamnese?

homöopathische Anamnese

Die Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln gilt in Österreich als anerkannte Heilmethode. Doch wie verläuft eigentlich eine Anamnese und wie sieht der Verlauf einer homöopathischen Behandlung eigentlich aus? Alle Schritte vom ersten Gespräch mit einem ausbildeten Homöopathen bis hin zur Linderung von Krankheiten und Schmerzen werden im folgenden Artikel näher erläutert.

Einsatz von Homöopathie – für wen ist sie geeignet?

Solange die körpereigenen Abwehrmechanismen eigenständig und aktiv arbeiten, ist die Anwendung von Homöopathie sinnvoll. Beispielsweise eignet sich der Einsatz bei Kopfschmerzen, Erkältungskrankheiten, psychischen Krankheiten und vielen mehr. Prinzipiell sprechen alle Altersgruppen gut auf homöopathische Arzneien an. Wichtig, zu beachten, ist hier allerdings die altersangepasste Dosierung.

Die Erstanamnese – was geschieht beim Arzt?

Zu Beginn sind die Patienten angehalten, ausführlich über ihre Beschwerden bzw. ihr Leiden zu berichten. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Patient. Der homöopathische Arzt hört hierbei genau zu, stellt gezielt Fragen und notiert sich die Angaben. Nach umfassender Analyse und klinischer Untersuchung wählt der Arzt das zum jeweiligen Patienten passende homöopathische Arzneimittel. Falls noch keine eindeutige Diagnose vorliegt, können noch weitere diagnostische Maßnahmen notwendig und vom behandelnden Homöopathen angeordnet werden. Je nach Verlauf findet nach ein paar Tagen oder Wochen ein weiterer Termin statt, wobei die Symptome dauerhaft genauestens verfolgt werden. Bei diesem Folgetermin werden die homöopathischen Arznei(-en) bzw. die Dosierung entsprechend der Entwicklung der Erkrankung angepasst.

Homöopathie in der Veterinärmedizin – wie verläuft die Anamnese beim Tier?

Genau wie bei der Behandlung am Menschen, steht auch hier das Individuum im Vordergrund. Die Art und Vorgehensweise unterscheidet sich kaum von jener einer klassisch homöopathischen Behandlung eines Kindes. Zu Beginn erfolgt ein umfassendes Erstgespräch mit dem Tierbesitzer über Probleme, Symptome und vergangene Krankheiten. Besonders wichtig ist die genaue Beachtung der Symptome und etwaigen Verhaltensänderungen, da Tiere ihre Schmerzen bzw. ihr Leiden nicht im selben Umfang wiedergeben können wie wir Menschen. Eine ausführliche, klinische Untersuchung ist Grundlage jeder homöopathischen Behandlung. Wichtig ist hierbei, die Aufmerksamkeit auf das Tier zu fokussieren, um zur Arznei führende Symptome erheben zu können. Das bedarf geschärfter Sinne, da oftmals während der Untersuchung und Beobachtung das Tier selbst noch wertvolle Informationen zur Auffindung des Similes liefert. Zur Diagnosenstellung können noch weiterführende, diagnostische Maßnahmen wie Blutuntersuchung, Röntgen, Ultraschall etc. nötig sein – eine klare Diagnose muss vorliegen, um entsprechend eine Prognose stellen zu können. Basierend auf diesen Informationen wird dann die individuelle homöopathische Arznei gewählt und direkt verabreicht bzw. dem Tierbesitzer zur weiteren Verabreichung mitgegeben. Im Verlauf der Behandlung werden die Medikation und die Dosierung angepasst, bis eine Heilung bzw. die gewünschte Verbesserung erzielt ist.

Erstreaktion und Nebenwirkungen – wann treten sie ein?

Viele fürchten sich bei der Anwendung von Homöopathie vor der sogenannten Erstreaktion. Meistens ist diese Furcht jedoch unbegründet, da die Verschlimmerung der Symptome meist ausbleibt. Sollte die Erstreaktion jedoch trotzdem einmal eintreten, ist diese nur von sehr kurzer Dauer und birgt keine gesundheitlichen Risiken. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Abwehrmechanismen angeregt werden und der Körper die Selbstheilung einleitet. Im weiteren Verlauf bessern sich die Anzeichen der Krankheit stetig. Abseits der Erstreaktion ist in der Homöopathie aufgrund der hohen Verdünnungen nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen. Auch Wechselwirkungen mit anderen, schulmedizinischen Arzneien sind bis dato nicht bekannt.

Ausbleiben der Wirkung – wann und warum wird zu einer anderen Arznei gewechselt?

Wenn sich das Krankheitsbild über einen längeren Zeitraum hinweg trotz Behandlung nicht bessert, sollte die Wahl des homöopathischen Arzneimittels überdacht werden. Dafür ist eine erneute Analyse der Symptome erforderlich und die Anpassung der Arznei. Generell gilt dieser Vorgang auch bei Arzneimitteln, die zu Beginn helfen, deren Wirkung nach einiger Zeit aber nachlässt oder verschwindet, bevor der Patient seine Beschwerden losgeworden ist. In solchen Fällen sollte man sich umgehend an den behandelnden Arzt/Tierarzt wenden!

Behandlung – wie lange dauert sie?

Je nach Krankheitsbild und -verlauf kann die Behandlung und auch die Behandlungsdauer variieren. Generell gilt Je kürzer die Krankheit dauert und je intensiver sie ausgeprägt ist, desto schneller wirken die homöopathischen Arzneimittel und desto kürzer ist die Behandlungsdauer. Der Eintritt der Wirkung kann zwischen ein paar Minuten, Stunden oder auch Wochen liegen. Somit ist auch die Heilungsdauer von Individuum zu Individuum unterschiedlich und von der Krankheit abhängig. Prinzipiell sollten Symptome in umgekehrter Reihenfolge verschwinden, in der sie aufgetreten sind. Die Heilung verläuft in den meisten Fällen zudem von innen nach außen und von oben nach unten. Als Beispiel kann man hier die Heilung eines Hustens nennen, die abgeschlossen sein muss, bevor ein Hautausschlag verschwindet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.