Wissenschaftliche Studien zur Homöopathie

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Wissenschaftliche Studien zur Homöopathie

Studien zur Homöopathie

Studien zur Homöopathie

Im Rahmen der evidenzbasierten Medizin gibt es das Bestreben, für jedes therapeutische Vorgehen eine möglichst präzise wissenschaftliche Grundlage zu schaffen. Dazu werden klinische Studien mit Patienten oder gesunden Probanden durchgeführt. Für eine präklinische Wirkung und eine klinische Wirksamkeit der Homöopathie gibt es ausreichend Belege. Die Studienlage zur Homöopathie ist deutlich besser, als vielfach angenommen wird. Klare Hinweise für eine Wirksamkeit über den Placebo-Effekt hinaus liegen vor.

Homöopathie als evidenzbasierte Medizin

Die moderne Evidenzbasierte Medizin (EbM) stützt sich gemäß Definition durch den Begründer der modernen Evidenzbasierten Medizin, David Sackett, auf drei Säulen: die klinische Erfahrung der (Tier-)Ärzte, die Werte und Wünsche der Patienten und den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung. Den Nachweis für die Wirksamkeit einer Therapie liefern klinische Studien. Der Frage, ob die Homöopathie den Regeln der evidenzbasierten Medizin entspricht, ist die Wiener Ärztin Dr. Melanie Wölk in ihrer Masterarbeit an der Donau Universität Krems auf den Grund gegangen. Die Medizinerin forschte nach hochqualitativen Studien mit Evidenzgrad Ia und Ib, welche die Wirksamkeit der Homöopathie nachweisen.

Das Ergebnis ihrer Forschung ließ keinen Zweifel: Die Homöopathie erfüllt alle Kriterien der evidenzbasierten Medizin. Die Allgemeinmedizinerin ist genau wie andere namhafte Wissenschaftler wie Prof. Matthiessen und andere der Meinung, dass die Diskussion über die Existenzberechtigung der Homöopathie nicht auf einer vorurteilsfreien und fairen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik beruht, sondern ein irrationaler und höchst emotionaler Streit um Weltbilder sei. Prof. Matthiessen formuliert noch deutlicher: „Angesichts fehlender Plausibilität zu den Wirkprinzipien der Homöopathie ist es Mode geworden, deren therapeutische Wirksamkeit in Abrede zu stellen, obwohl die hierzu publizierte Evidenz für eine Wirksamkeit spricht. Dennoch werden als Ausdruck von Ignoranz oder einer bewussten Stimmungsmache gegen die Homöopathie wissenschaftliche Fehlinformationen lanciert.“

Signifikante Wirksamkeit von individualisierter Homöopathie

In einer 2014 von MATHIE et al. durchgeführten Review inklusive Metaanalyse wurde die Hypothese, dass sich das Ergebnis einer individualisierten homöopathischen Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln von einer Behandlung mit Placebos unterscheiden lässt, überprüft. Dabei konnte eine signifikante Wirksamkeit für Homöopathie im Vergleich zu Placebo gefunden werden.

Erst vor Kurzem untersuchte MICHAEL, J. et al in einer randomisierten, kontrollierten, doppelblinden Studie die Wirksamkeit von Homöopathie bei Schlafstörungen. Beschwerden dieser Art sind häufig und gehen oftmals mit einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit unter Tags und einer verminderten Lebensqualität einher. Durch die Studie konnte herausgefunden werden, dass die Unterschiede zwischen der mit individualisierter Homöopathie behandelten Gruppe und der Vergleichsgruppe, die Placebo erhielt, deutlich ausfielen: Die Homöopathie zeigte gegenüber Placebo eine signifikante Wirksamkeit.

Auch Australiens führendes Wissenschaftsinstitut, das National Health and Medical Research Council (NHMRC), musste kürzlich aufgrund internationalen Drucks, die Erstversion eines Forschungsberichts zur Homöopathie aus dem Jahr 2012 veröffentlichen. Hierbei schneidet die Homöopathie in punkto Wirksamkeit signifikant besser ab als in der offiziell publizierten Folgeversion aus dem Jahr 2015. Diese fügte der Homöopathie weltweit erheblichen Schaden zu.

Erst die internationalen Forderungen von Wissenschaftlern, Patientenverbänden, Ärzte-, Tierärzte- und Pharmazeutenvereinigungen führten dazu, dass der NHMRC die Erstversion des Reports, trotz langer Verweigerung, der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Überlegenheit der Homöopathie gegenüber Placebo

Am renommierten Wiener AKH wurde eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie an Intensivpatienten mit schwerer Sepsis, einer sogenannten Blutvergiftung, durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass eine zweimal tägliche Gabe eines klassischen homöopathischen Arzneimittels in der Potenz C200 zusätzlich zur konventionellen Therapie deutliche Vorteile mit sich brachte. Am Tag 180 war die Überlebensrate in der homöopathisch behandelten Gruppe statistisch signifikant höher als in der Placebogruppe.

Klinisch relevante Verbesserungen durch Homöopathie

Eine 6-jährige Beobachtungsstudie des britischen National Health Service machte es sich zur Aufgabe die gesundheitlichen Veränderungen von chronisch erkrankten Patienten, die sich in homöopathische Behandlung begaben, zu beurteilen. Es zeigte sich, dass die homöopathischen Ansätze einem erheblichen Anteil der Patienten klinisch relevante Verbesserungen brachten.

Hinreichende Belege für den Nutzen der Homöopathie

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) kommt durch die zahlreichen Studien in ihrem Fazit zu einer klaren Aussage: : „Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher Placebo-kontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel.”

Das Europäische Komitee für Homöopathie (ECH) und die Europäische Föderation homöopathischer Patientenverbände (EFHPA) haben ein gemeinsames Manifest Für ein gesünderes Europa mit Homöopathie erstellt.

Quellen:

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