Pro und Contra: Die Studienlage zur Wirksamkeit der Homöopathie – Teil 1

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Pro und Contra: Die Studienlage zur Wirksamkeit der Homöopathie – Teil 1

Die Wirksamkeit in der Homöopathie

Immer wieder bezweifeln Kritiker die Wirksamkeit der Homöopathie oder setzen sie sogar mit Placebos gleich. Es werden stichhaltige Beweise für die Wirkung in Form von Experimenten und klinischen Studien gefordert, ohne sich der Lage bewusst zu sein, dass es bereits über 4.000 davon gibt. Die medizinische Evidenz homöopathischer Arzneien konnte somit hinreichend belegt werden. Darüber gilt es, umfassend aufzuklären und Bewusstsein zu schaffen.

Wirksamkeit per Se wird durch Studien nicht bewiesen

Prinzipiell kann weder die Wirksamkeit von homöopathischen Arzneimitteln noch von klassischer Schulmedizin durch Studien bewiesen werden. Doch sind viele Kritiker aufgrund von mangelnder Erfahrung hinsichtlich der Homöopathie weitaus skeptischer eingestellt, als gegenüber der Schulmedizin.

Daher fordern diese immer wieder einen Beweis für die Wirkung von Homöopathie. Ein richtiger Nachweis, wie man es von der Mathematik oder der Physik kennt, ist in der Medizin und der Homöopathie allerdings schlichtweg nicht möglich.

Klinische Studien werden in der Regel durchgeführt, um auszuschließen, dass es sich bei einer bestimmten Wirkung nur um einen Zufall handelt. Hierbei werden die Auswirkungen eines Medikaments auf den Patienten mit den Auswirkungen eines Placebos verglichen. Ein signifikantes Ergebnis deutet darauf hin, dass ein Medikament wirksam ist. Jedoch handelt es sich hierbei nur um eine statistisch gestützte Annahme. Es wird ein Hinweis auf Wirksamkeit festgestellt, dieser kann jedoch nicht als Beweis für eine generelle Wirksamkeit herangezogen werden.

Die Ergebnisse von Studien sind immer abhängig von den Studienbedingungen. Alter, Geschlecht, Krankheiten der Probanden und viele weitere Parameter haben Einfluss auf das Ergebnis. Des Weiteren sollte nie außer Acht gelassen werden, wie eine bestimmte Studie finanziert wurde. Da besonders hinter klassischen Arzneimitteln große Pharmakonzerne stehen, die durchaus Interesse an der Wirksamkeit ihres Produktes haben, sollten Studienergebnisse immer kritisch und reflektiert betrachtet werden.

Der Mensch ist ein lebender und sich stetig verändernder Organismus. Keiner gleicht dem anderen und somit ist auch die Reaktion auf Arzneimittel nicht für jeden Menschen generalisierbar. In der Medizin steht daher auch das „richtige Handeln“ im Vordergrund.

Medizinische Evidenz

Durch medizinische Evidenz wird das Handeln am Patienten wissenschaftlich begründet. Es bezieht sich hierbei auf die ärztliche Urteilskraft, das Abwägen aller Befunde, Beobachtungen und Daten, um eine Diagnose und Handlungsempfehlungen festzustellen. Medizinische Evidenz ist der Hinweis, dass etwas eine Wirkung hat, jedoch nicht der Beweis dafür.

Die Anwendung von evidenzbasierter Medizin erfordert nicht nur ärztliche Urteilskraft, sondern auch ausreichende Erfahrung im bestimmten Therapiegebiet. Nur wer sich mit der Anwendung von Homöopathie umfassend und intensiv beschäftigt, ist in der Lage, die medizinische Evidenz zu beurteilen. Die praktische Erfahrung mit evidenzbasierter Medizin gilt als essentielle Bewertungsgrundlage.

Nachweisbarkeit

Viele Studien weisen schon seit langem auf die Wirkung von homöopathischer Arznei hin. Die Gesamtheit der gesammelten Daten und Studien zeigt, dass die medizinische Evidenz von Homöopathie stetig zunimmt. Ein wissenschaftlicher und stichhaltiger Beweis für die Wirkung von Arzneien, wie es von kritischen Stimmen gefordert wird, ist weder in der Schulmedizin noch in der Homöopathie möglich.

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